Erfahrungen mit der Shimano Alfine 11-Gang Nabenschaltung

admin, 14 Jul, 2011

Alfine 11-Gang Nachdem die Shimano Alfine Nabenschaltung mit 11 Gängen nun bald ein Jahr erhältlich ist, gibt es damit die ersten (Langzeit-)Erfahrungen.
Hier eine kleine Zusammenfassung:
Die grössten Vorteile gegenüber dem Vorgängermodell, der 8-Gang-Alfine, ergeben sich durch die kleineren Gangsprünge und dem Übersetzungsverhältnis von 409% statt 307%.
Dadurch ist die 11-Gang Nabenschaltung für eine viel grössere Zielgruppe interessant.
Zudem ist die neue 11-Gang-Alfine mit einer Ölschmierung versehen, während das alte Modell noch eine Fettschmierung besass. Dies führt zu einem leichteren und leiseren Lauf und besseren Schaltvorgängen.

Die SG-S700 genannte 11-Gangschaltung hat durch die überarbeiteten Rapidfire Schalthebel auch einen grösseren Bedienkomfort, da die Gänge schneller gewechselt werden können. Zudem kann man mehrere Gänge gleichzeitig
schalten.
Selbstverständlich ist auch die Optik verbessert worden. Die neue 11-Gang-Alfine ist besonders in der sehr gefragten schwarzen Ausführung eine richtige Augenweide.

Die ersten Kunden machten bisher auch die Erfahrung, dass die Schaltung nach einer ersten Einfahrphase von 500-1000km immer besser läuft. Besonders nach dem ersten Ölwechsel, welcher auch selbst vorgenommen werden kann,
verbessert sich die Laufruhe und das Schaltverhalten. Es zeigte sich auch, dass die neue Alfine selbst Fahrten ohne Öl (z.B. nach Ölverlust), über längere Zeit weg stecken kann. Dennoch sollte immer darauf geachtet werden, dass
eine genügend grosse Menge an Öl in der Nabe vorhanden ist.
In einem früheren Blog-Artikel gibt es eine schöne Anleitung zum Ölwechsel
Wichtig ist auch, dass man immer die Schaltvorgänge immer ohne Last tätigt, da sonst ein stark erhöhter Verschleiss resultiert.

Ein Kritikpunkt von einigen Benutzern ist die Preispolitik von Shimano beim Ölwechselkit. Dieser ist um einiges teurer als der vergleichbare Kit von Rohloff, welcher im Prinzip ebenfalls verwendet werden kann.
Dazu muss jedoch fairerweise gesagt werden, dass ein Ölwechsel nur alle 5000km bzw. 1x/2 Jahre vorgenommen werden muss, und sich die Kosten von CHF 20-30.- somit wieder stark relativieren.
1l Getriebeöl ist mit CHF 179.- zwar nicht gerade billig – reicht jedoch theoretisch für 80 Jahre oder 200’000km.
Selbstverständlich gibt es das Öl bei uns auch kleinere Mengen zu kaufen, so z.B. in der praktischen Grösse von 50ml.

Derzeit ist die Nachfrage nach Fahrrädern mit der neuen Alfine-Schaltung wie dem Theon Alfine sehr gross.
Kontaktieren Sie uns doch bei individuellen Fragen, oder schauen Sie doch bei Interesse Mal bei uns im Shop vorbei. Wir sind der Spezialist für Shimano oder Rohloff Nabenschaltungen in der Region Basel!

4 Comments

  1. Roland Hinni

    Guten Tag
    Ich habe seit 4 Wochen ein neues Fahrrad gekauft mit der Alfine Nabenschaltung 11 Gang. Der Antrieb habe ich mit Keilriemen.
    Mein Problem:
    Das Hinterrad bremst, liegt das an der Schaltung oder am Antrieb. Wenn ich retour trete, dreht das Rad auch zurück.

    Gruss
    Roland Hinni

    1. admin

      ich denke Sie brauchen einfach einen guten Mechaniker. Sie duerfen gerne bei uns vorbeikommen. Aus der Ferne ist eine Beurteilung schwer.

  2. René

    Hallo,

    im Netz liest man immer wieder mal von plötzlichen Leertritten trotz genauer Einstellung der Schaltung, sowie von versagenden Dichtungen und damit verbundenem Ölverlust bei der Alfine 11. Habt ihr diese Erfahrungen auch gemacht? Oft musste in diesen Fällen die Nabe auf Garantie getauscht werden, und selbst dann traten die Probleme manchmal erneut auf. Sind das Einzelfälle, oder liegen hier grundlegende Konstruktionsmängel vor und man sollte lieber auf eine verbesserte Version warten? Die 8-Gang Nexus/Alfine wurde ja auch mehrfach überarbeitet.

    Viele Grüße
    René

    1. admin

      Hallo Rene,
      Die Leetritte gab es auch bei uns aber dies hat eigentlich zum allergroessten Teil die allererste Generation der SG-S700 betroffen. Inzwischen wurde der Fehler in der Produktion ausgemerzt. Wir haben aktuell zwar immer noch rund zwischen 5 und 10% Fehlerquote aber dies merkt man bereits auf Probefahrt. Dann wechseln wir das Getriebe und das bekommt der Kunde gar nicht mit. Ich hoffe aber das dies im Laufe des Jahres weiter reduziert wird.

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