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Nach vier Tagen mit Kreuzverhören, Unschuldsbeteuerungen und einem Lügendetektor-Test gehoerte am Ende A. Contador das Wort. Und nun heisst es warten, weil das dreiköpfigen CAS-Gremiums das Urteil wohl erst Anfang Januar 2012 verkuendet.

Contador soll während seines Sieges bei der Tour de France 2010 mit Clenbuterol gedopt haben. Contador’s positive Urin-Probe, welche am 21 Juli 2010 genommen wurde, enthielt 50 Picogram Clenbuterol. Es waren die A und B Probe positiv und Contador hat auch nie die Fakten bestritten.
aber doch hat Contador stets seine Unschuld beteuert. Den positiven Befund erklärte Contador mit dem Verzehr von mit Clenbuterol verseuchtem Fleisch.

Die Ergebnisse des Lügendetektor-Test dürften vom Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) durchaus angezweifelt werden. Die frühere Sprint-Königin Marion Jones absolvierte 2004 ebenfalls einen Lügendetektor-Test und dieser bescheinigte nicht gelogen zu haben. Jahre später räumte Jones jedoch das Gegenteil ein und wurde wegen Meineids ins Gefängnis gesteckt.

Wie kann der mutmasslicher Fuentes-Kunde, per Nachweis positiv getestet, den Giro 2011 gewinnen und bis heute noch eine gueltige UCI Liyeny haben. Das ist doch eine Ohrfeige fuer jeden Radrennfahrer aus dem Peloton.

Was ich aber nicht verstehe. Alle professionellen Radrennfahrer mit Lizenz muessen den Paragraphen der World Anti-Doping Agency (WADA) kennen und wie man sich davor selbst schützt. Auch ist jeder Sportler dafür verantworlich wie eine Substanz in seinen Körper gelangt!

“2.1.1 It is each Athlete’s personal duty to ensure that no Prohibited Substance enters his or her body. Athletes are responsible for any Prohibited Substance or its Metabolites or Markers found to be present in their Samples. Accordingly, it is not necessary that intent, fault, negligence or knowing Use on the Athlete’s part be demonstrated in order to establish an antidoping violation under Article 2.1.”

Alle Athleten in allen Sportarten unter der WADA muessen diese Regeln befolgen; Diese Regeln sind auch fuer alle gleich. Auf jedenfall muss das mindestens die Nachricht an Contador sein. Es kann nicht sein das fuer einen Sportler Aussnahmen gemacht werden und anders behandelt wird.

Wenn Contador nicht bestraft wird, ist es mit dem Vertrauen in die UCI, die Vorgehensweise und den Testverfahren komplett vorbei. Und es wäe nicht fair, wenn Contador davon kommen würde und andere bestraft wurden und werden. Die Tests haben Grenzwerte welche nicht überschritten werden duerfen, auch nicht für einen fragwürdigen 3-fachen Tour de France Gewinner.

Jeder Athlet ist letztlich dafür verantwortlich, dass keine verbotenen Substanzen in seinen Körper gelangen.

Was wären die Konsequenzen für Contador:
Contador würde für maximal zwei Jahre gesperrt werden und von seinem Rennrad steigen. Zudem werden alle Ergebnisse, so beantragte es zumindest die UCI, seit dem positiven Test gestrichen. Tour de France 2010 und Giro di Italia 2011.

Schwere Zeiten für Saxo Bank bei einer Verurteilung!
Wenn Contador seine UCI-Punkte verliert, droht der Mannschaft der Verlust der WorldTour-Lizenz. Außerdem müsste sich Ex-Doper Teamchef Bjarne Riis nach einem neuen Kapitän umsehen und wohl zu Beginn ds Jahres ein fast unmögliches Projekt sein. Ein Rückzug des Hauptsponsors, der über sein Engagement Jahr für Jahr neu entscheidet, ist nicht ausgeschlossen. Erst kürzlich hatte sich Riis Co-Sponsor SunGuard zurückgezogen.

Fazit:
Ich bin sicher es hat genügend saubere Athleten im Peloton die sich mit dem Ausgang des Verfahrens der Gerechtigkeit wegen damit beschäftigen. Diese bestreiten Ihre Rennen sauber und verwenden Ihre eigene körperlichen Fähigkeiten um möglichst weit oben auf dem Treppchen zu stehen. Dann gibt es diejenigen Sportler, die positiv erwischt wurden und das ganze im TV und Zeitungen verfolgen. Für all diese “Sportler” werden sich danach wieder neue rechtliche Möglichkeiten entstehen. Und dies darf der Faszination Radsport wegen nicht passieren!

Die Bedeutung eines effektiven Fettstoffwechsels im Ausdauersport ist weitläufig bekannt. Je höher der Fettanteil an der Energiegewinnung während des Sports ist, desto weniger Energie (meistens Kohlenhydrate) muss dem Körper zugeführt werden. Insbesondere bei längeren Ausdauerleistungen ist dies ein für den Wettkampf oftmals entscheidender Aspekt, da das Verdauungssystem unter Belastung nur eingeschränkt funktionsfähig ist. Je höher die pro Zeiteinheit zuzuführende Kohlenhydratmenge ist, desto größer ist die Gefahr des Auftretens von Magen-Darm-Problemen.

Die normale Theorie für das Training des Fettstoffwechsels ist das Training im aeroben Grundlagen Herzfrequenzbereich, bei dem ein verhältnismäßig hoher Anteil der verbrauchten Energie, nämlich rund 50 %, aus Fett gewonnen wird. Je umfänglicher in diesem Bereich trainiert wird, desto effektiver lernt der Körper die entsprechenden Stoffwechselwege zu nutzen. Nach wie vor wird jedoch die Hälfte der notwendigen Energie aus Kohlenhydraten gewonnen. Mit Hilfe der ketogenen Diät wird der Fettanteil an der Energiegewinnung auf nahezu 100 % erhöht, und die Energiebereitstellung wird entsprechend ökonomisiert. Die Bezeichnung „ketogen“ bezieht sich auf die sogenannten Ketone, Zwischenprodukte auf dem Weg vom Fett zur Energie.

Das Null-Zucker-Prinzip

Die ketogene Diät basiert auf einem möglichst vollständigen Kohlenhydratverzicht. Was für Pasta-fixierte Ausdauersportler zunächst ungewöhnlich klingt, folgt dem Prinzip: wo keine Kohlenhydrate sind, da können auch keine Kohlenhydrate verbrannt werden. Da der Körper zum Überleben aber auf Energiegewinnung angewiesen ist, kann hierfür folglich nur Nahrungs- oder Körperfett herangezogen werden.

Es soll an dieser Stelle nicht der Eindruck vermittelt werden, es handle sich bei der ketogenen Diät um eine neue Theorie. Unter der Vielzahl an mehr oder weniger verkaufsfördernden Namen, mit den dieses Prinzip regelmäßig propagiert wird (u.a. Atkins-Diät, South-Beach-Diät, Low-Carb-Diät, etc. ), ist dieser Begriff nur der wissenschaftlich einprägendste. Es ist darauf hinzuweisen, dass der Begriff „Diät“ in diesem Zusammenhang nichts mit klassischen Kalorienreduktions“diäten“ gemeinsam hat. Er beschreibt, gemäß seiner ursprünglichen Bedeutung, die zwar eingeschränkte, aber überlegte Zusammenstellung des Speiseplans. Ganz im Gegenteil zu kalorienreduzierten Diäten kommen hier auch Nahrungsmittel auf den Tisch, die bei normaler Mischkost gefühlt schon „vom Hinschauen“ dick machen.
Viele der unten aufgelisteten Lebensmittel sind günstig einzukaufen, lange zu lagern, bequem zuzubereiten und leicht zu transportieren,
z.B. hartgekochte Eier, Tiefkühl-Broccoli, Nüsse und Thunfisch in Dosen, Käse etc.

Lebensmittel tierischer Herkunft:
Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Thunfisch, Lachs, Forelle, Shrimps, Garnelen, Muscheln etc.

Für Vegetarier geeignet:
Eier, Gouda, Emmentaler, Bergkäse, Camembert, Harzerkäse, Joghurt, Quark, Frischkäse, Butter, Margarine, Hüttenkäse etc.

Pflanzlicher Herkunft:
Cashewnüsse, Erdnüsse, Walnüsse, Mandeln, Macadamia, Pistazien, Paranüsse, Kürbiskerne, Pinienkerne, Tofu, Zwiebeln, Avocado, Broccoli, Blumenkohl, Spinat, Blattsalat, Oliven, Rote Beete, Gurken, Kohl, Pilze, Zucchini, Auberginen, Pesto, Pflanzenöle, Tomatenmark etc.

Jeder kennt das Phänomen, und viele Sportler sind davon selbst betroffen: statt in den ersten Monaten des neuen Jahres konsequent am Formaufbau der grundlegenden aeroben Ausdauer zu arbeiten, werden die ersten Radausfahrten zu schnellen Ausfahrten, Fast-Kriterien, und Grundlagentrainingslager zu mehrtätigen Überlebenscamps, bei denen derjenige der Sieger ist, der es zum Schluss noch ohne Infekt ans Buffet und in den Sattel schafft.

Ein Training in diesem, in dieser Phase des Trainingsjahres kontraproduktiven hochintensiven Bereich, lässt sich durch die ketogene Diät problemlos vermeiden. Da nur Fette zur Energiegewinnung bereitstehen, und deren Verstoffwechselung („Metabolismus“) zwingend aerob erfolgen muss, ist ein Training im anaeroben Bereich von vornherein ausgeschlossen. Die Bremse ist hier sozusagen eingebaut.

Frühstück:
Zwei gekochte Eier, 500 g Vollmilchjoghurt, 75 g Walnüsse 900 kcal

Radtraining:
150 g Erdnüsse, ein hartgekochtes Ei: 1050 kcal

Nachmittagssnack: 1 Avocado, 75 g Cashewnüsse: 650 kcal

Abendessen:
500 g Salat, 2 Esslöffel Leinöl, 150 g Rindfleisch, 150 g Fisch, 500 g Broccoli, 100 g Bergkäse 1200 kcal

Mitternachtssnack:
125 g Hüttenkäse, 75 g Mandeln 520 kcal

Total: 4320 kcal

Klassische Trainingslager mit Halbpensions-Buffet eignen sich sehr gut für eine Umsetzung. Denn hier sind Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Gemüse unbegrenzt, schmackhaft sowie zeit- und kostenneutral vorhanden. Bedingungen, die aufgrund von Zeitbudget, Lebensmittelangebot und -preisen daheim so nicht vorhanden sind.

Vorteile, Nachteile und praktische Tipps zur Umsetzung

Ein großer Vorteil der ketogenen Diät ist die in der Regel hohe Nährstoffdichte der verzehrten Nahrung. Fleisch liefert für Blutbildung und Muskelfunktion wichtiges Eisen und B-Vitamine, Fisch und Meeresfrüchte sind zumeist reich an Jod und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Milchprodukte liefern Calcium für die Knochen, Eier bieten Vitamin D und Cholesterin als Vorstufe vieler Hormone. Nüsse bieten Mineralien und schonend zubereitetes Gemüse enthält viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

In den ersten Tag einer ketogenen Diät kann das Gefühl der Müdigkeit und Antriebslosigkeit sich breit machen, denn das Gehirn ist für seine Funktion zwingend auf Glucose (kurzkettige Zucker) angewiesen. Natürlich sind auch die für eine ketogene Diät geeigneten Lebensmittel nicht zu 100 % frei von verwertbaren Kohlenhydraten, aber die eingeschränkte Verfügbarkeit sorgt vorübergehend für einen gefühlten Energiemangel.

Sobald diese erste Phase überwunden ist kommt ein weiterer Vorteil der ketogenen Diät zum tragen: kein bzw. kaum Blutzucker bedeutet auch keine Schwankungen im Blutzuckerspiegel. Das übliche Auf und Ab im Tagesverlauf entfällt dadurch, Heißhunger entsteht erst gar nicht, da (Körper-) Fett auch bei längeren Essenspausen als Energieträger immer zur Verfügung steht.

Fallen vermeiden
Die Tatsache dass vergleichsweise fetthaltiges Essen hier Programm ist, darf nicht als Freibrief zum maßlosen Verzehr minderwertiger Lebensmittel missverstanden werden. Fett meint nicht Speck und Fleisch ist nicht gleich Wurst. Das Fischstäbchen auch Fisch enthält kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Panade immer noch aus Mehl besteht. Mayonnaise enthält zwar Eier und Öl, aber es gibt auch kalorienärmere Dips. Selbst für mit der ketogenen Diät vertraute Sportler stellt der erneute Wechsel zu normaler Mischkost mitunter ein größeres Problem dar als die Diät selbst. Die besondere Herausforderung ist es dann nämlich, nicht dem Jo-Jo Effekt zu verfallen und hemmungslos alles in sich hineinzustopfen worauf man wochenlang verzichtet hat.

Das Nutella-Prinzip
Bei der Durchführung einer ketogenen Diät ist das aufmerksame Lesen der Zutatenliste und Nährwertangaben Pflicht, denn nur bei einem absolut konsequenten Verzicht auf Kohlenhydrate kann der beschriebene Ansatz erfolgreich sein. Werden Fette und Kohlenhydrate gemeinsam verzehrt, so greift der Körper zur Energiegewinnung automatisch auf den leichter verwertbaren Zucker zurück. Das ebenfalls präsente und dann nicht benötigte Fett wird ohne Umschweife als Körperfett gespeichert. Genau aus diesem Grund macht der Nutellaaufstrich (ca. 50 % Zucker, 20 % Öl) besonders schnell dick.

Fazit
Um positive Effekte zu erzielen, sollte die ketogene Diät über einen Zeitraum von mindestens drei bis vier Wochen umgesetzt werden. Für mit dieser Ernährungsform bereits vertraute Sportler ist ein schneller Umstieg von normaler Mischkost meist unproblematisch und in seinen kurzfristigen Nachteilen gut kalkulierbar. Sportler ohne entsprechende Erfahrung sollten ein verlängertes Wochenende oder einen Kurzurlaub, in dem bewusst nur geringe Trainingsumfänge realisiert werden, für einen ersten Test nutzen. Erst wenn Klarheit über die Anforderungen und Verträglichkeit besteht ist der Einsatz in der für viele wichtigsten Phase des Jahres, dem Frühjahrstrainingslager, zu empfehlen. Wer dann aus Mangel an Superbenzin beim Ortsschildersprint regelmäßig den Kürzeren zieht, der hat später gute Chancen, als Erster über die Ziellinie zu laufen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Buch „Wieso macht die Tomate dick?“ von Dr. Strunz verweisen. Bestsellerautor Ulrich Strunz räumt mit den Ernährungs-Mythen auf. Und sagt, wie Sie wirklich schlank und fit werden!

Vor dem Antritt einer solchen Diät (Sporternährung) ist eine eingehende sportmedizinische Untersuchung bei den sicher mit den besten Sportmedizinern und Orthopäden in Basel, Schweiz und weit über die Grenzen des Dreiländereck hinaus zu empfehlen.

Eine fundierte Leisungsdiagnostik, entsprechender Trainingsplan – Training und eine korrekte Sporternährung ist die beste Grundlage für sportliche Höchstleistung. Ein günstiges und leichtes Rennrad aus Basel hilft sicher auch noch!

Sportmuseum Schweiz
Sportmuseum Schweiz

Liebe Sportfreunde

Das Sportmuseum Schweiz ist umgezogen und richtet sich am neuen Ort an der Reinacherstrasse 1-3 in Münchenstein ein. Damit ihr euch ein Bild vom neuen Begehlager machen könnt veranstalten wir einen 48 Stunden Eröffnungs-Event mit Namhaften Sportgrössen.

Das Ganze findet vom Freitag 23.September 17 Uhr bis Sonntag 25. September 17 Uhr statt.

Den Auftakt macht Altbundesrat Adolf Ogi. Am Samstagabend um 20 Uhr gibt es ein Podiumsgespräch mit den ehemaligen Profiradsportlern, Peter Abt, Stefan Mutter, Fabian Jeker, Hubi Schwab und als Mountainbiker Sandro Späht.

Ab September 2011 hat das Sportmuseum auch eine neue Hauptattraktion: Das Begehlager auf dem Dreispitz zeigt alles, was das Sportmuseum hat. Die rund 150’000 Objekte sind in einem Begehlager für EinzelbesucherInnen und Gruppen zugänglich. Eröffnet wird das neue Angebot, das mit Unterstützung der Elektra Birseck (EBM) realisiert wurde, mit einem Betrieb rund um die Uhr, vom Freitag 23. September 17 Uhr bis Sonntag 25. September um 17 Uhr. Mehr zur Eröffnung und dem Besuch des Begehlagers hier.

Es hat auch eine grosse Velo-Ausstellung zum Thema Radsport. Viele Highlights aus vergangenen Tagen gibt es zu bestaunen.

Dies wird eine tolle Sache und wir möchten alle unsere Leser ans Herz legen, die Eröffnung zu besuchen. Wir von HILITE werden sicher auch dort sein.

Der heutige Eintrag widmet sich der Frage, ob man auch ohne Fleisch sportliche Topleistungen erreichen kann.

Diese Frage hat sich vermutlich schon mancher Sportler gestellt, doch der Volksmund sagt “Fleisch macht stark”, und fast jeder Trainer verdreht die Augen.
Die meisten Bücher über Sporternährung empfehlen zudem den Verzehr von magerem Fleisch wie Poulet/Pute oder Trutenfleisch, um den Eiweissbedarf zu decken.

Was passiert nun, wenn man als Sportler darauf verzichtet?
Zuerst muss man zwischen verschiedenen Sportarten unterscheiden. In Ausdauersportarten wie dem Radsport ist es sicherlich einfacher auf Fleisch zu verzichten, als in Kraftsportarten.

Die empfohlene Tagesmenge an Eiweiss beträgt je nach Quelle für einen erwachsenen Mann zwischen 0.8 und 1g/kg Körpergewicht. Bei 70kg Körpergewicht kommt man damit auf einen groben Bedarf von 50-70g Eiweiss pro Tag. Die Wissenschaft ist sich heute relativ einig darin, dass in Ausdauersportarten nur 5-10% der Energie aus Eiweiss kommen sollte. Der Rest sollte aus Kohlenhydraten (60-70%) und aus möglichst hochwertigen Fetten (20-30%) stammen. Die Menge, welche durch das Training zusätzlich zugeführt werden sollte, hält sich also in Grenzen.

Wichtig ist auch zu wissen, dass der menschliche Muskel zu drei Vierteln aus Wasser besteht. Um in einer Woche 100g Muskelmasse zunehmen zu können,
welcher nur aus 25g Eiweiss besteht, bräuchte man also nur 3,5g zusätzliches Eiweiss pro Tag (sofern alles verwertet würde, was natürlich nicht der Fall ist).
Interessant ist zudem, dass heute die durchschnittliche Eiweissaufnahme der Bevölkerung bei rund 100g/Tag liegt, also 50-100% höher als empfohlen.

Um seine Eiweissversorgung müsste man sich also eigentlich keine Sorge machen. Denjenigen, die immer noch um ihre Leistungsfähigkeit sei gesagt,
dass Gemüse und Salate – entgegen ihrem Ruf – einen sehr hohen Eiweissanteil besitzen. Nimmt man das Trockengewicht (also ohne Wasser), so ist
der prozentuale Eiweissanteil mit Fleisch absolut vergleichbar, wobei die Pflanzenfette oft viel hochwertiger und gesünder sind, als jene im Fleisch.
Ebenso ist der prozentuale Anteil der essentiellen Aminosäuren gemessen am Gesamteiweissanteil fast identisch (Rindfleisch=36.5% vs. Blattgemüse=35.6%).
Da man als Vegetarier auch zu Eiern, Milchprodukten und vor allem Hülsenfrüchte bzw. Getreide greifen kann, stellt es also kein Problem dar, seinen Eiweissbedarf zu decken.

Eine andere Baustelle ist die ausreichende Versorgung mit Vitaminen. Einige Vegetarier und besonders Veganer haben oft ein Defizit an B-Vitaminen bzw. Vitamin B12. Dieses Vitamin wird durch Bakterien erzeugt, und kommt nur in tierischen Produkten (Fleisch, Milch, Ei) vor. Da es wichtig für die Zellteilung, Blutbildung und das Nervensystem ist, sollte man u.U. über eine Supplementierung nachdenken. Wer keinen Fisch isst, sollte zudem darauf achten, seinen Omega-3-Bedarf decken zu können. Dies kann einerseits durch Fischöl-Tabletten geschehen (was natürlich wenig sinnvoll ist), oder z.B. durch die Einnahme von Leinsamen/Leinöl, Walnussöl, Rapsöl usw.

Zum Beweis noch einige Namen von Sportlern, welche als Vegetarier Topleistungen erbrachten:
-Natascha Badmann, 2-fache Triathlon Weltmeisterin und 6-fache Siegerin des Ironman Hawaii.
-David Zabriskie, 2. Zeitfahr-WM 2006, 1 Etappe Tour de France und Giro, sowie 2 Etappen Vuelta
-Dave Scott, 6-facher Ironman Weltmeister (Vegan)
-Robert Millar, Gewinner Bergriktot und 4. Platz Tour de France 1984
-Carl Lewis, 9-facher Olympiasieger und 8-facher Weltmeister, Leichtathletik

High_Intensity_Training_HIT_Radtraining
High_Intensity_Training_HIT_Radtraining

Was Kraftsportler schon seit längerem wussten, setzt sich zunehmend auch im Ausdauersport durch: Weniger ist mehr!
In den 70er und 80er Jahren entwickelten der Sportwissenschaftler Arthur Johnes und der Bodybuilder Mike Mentzer die „Heavy Duty“ genannte Trainingsphilosphie, welche besagt, dass möglichst kurze Trainingseinheiten mit maximaler Intensität den besten Trainingseffekt haben.
Dieselben Überlegungen machten sich in der jüngsten Vergangenheit auch Ausdauersportler zu Nutze. Wie neuste Studien gezeigt haben, zahlen sich kürzere, aber hochintensive Trainingseinheiten auch bei Radfahrern und Läufern aus. Besonders untrainierte Menschen konnten ihre Ausdauerleistungsfähigkeit mit dieser Methode innerhalb von 4 bis 6 Wochen signifikant verbessern. In vielen Studien konnte aber auch gezeigt werden, dass gut trainierte Ausdauerathleten ebenfalls von der High Intensity Training (HIT) genannten Methode profitieren können. Gut geplante, hochintensive Intervalle in der Länge von 30 Sekunden bis 5 Minuten, zeigten nach einer anschliessenden Ruhephase bei einem Grossteil der Athleten Wirkung. Laut mehreren Studien (Matveyev, Breil et al., Stolen et al. ) reichte ein kurzer Block von nur zwei Wochen hochintensiven Trainings, um die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit (VO2 max) der Athleten um bis zu 7% zu steigern. Viele Ausdauersportler schaffen solche Verbesserungen nicht einmal in einem ganzen Wintertraining.
Die Trainingsmethode empfiehlt sich besonders für ambitionierte Radfahrer, welche trotz hohem Trainingsumfang keine Fortschritte mehr erzielen. Übertreiben sollte man es mit dem HIT aber – wie mit allem im Leben – besser nicht. Passt man Umfang und Erholung nicht an die erhöhte Belastung an, droht schnell ein Übertraining. Besonders hohe Umfänge und lange Ausdauerfahrten sollten für die Dauer eines solchen HIT-Zyklus’ unbedingt vermieden werden.

Wenn Sie an einer entsprechenden Trainingsplanung oder Beratung interessiert sind, melden Sie sich bei uns. Hubert Schwab oder Patrick Frutschi helfen Ihnen gerne weiter.

Für eine Sendung des Schweizer Fernsehens quälten sich die beiden Fernsehmoderatoren Nicole Ulrich und Mario Torriani mit dem neuen Trainingskonzept. Während acht Wochen testeten sie die Trainingsmethode HIT. Bei den kurzen Intervallen mussten die beiden bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gehen – und das drei Mal die Woche. Ob sich das Leiden gelohnt hat?

Teil 1
Teil 2

Quellen:

http://sgsm.ch/ssms_publication/file/394/HIT.pdf

Breil FA, Weber SN, Koller S, Hoppeler H, Vogt M (2010): Block training periodization in alpine skiing: effects of 11-day HIT on VO2max and performance. Eur. J. Appl. Physiol. 109: 1077–1086.
Matveyev L. (1981): Fundamentals of sports training. Progress Publishers, Moscow.
Stolen T., Chamari K., Castagna C., Wisloff U. (2005): Physiology of soccer: an update. Sports Med. 35: 501–536.